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Die Pflege der verwundeten Soldaten in Châteauroux


Ab dem 22. August 1914 treffen Sanitätszüge mit zahlreichen Verwundeten von der Front in Châteauroux ein. Die Soldaten werden in das gemischte Krankenhaus (zivil und militärisch genutzt) sowie in die fünf im Mobilmachungsplan vorgesehenen Lazarette verlegt: drei Zusatzlazarette und zwei Hilfslazarette, die vom örtlichen Roten Kreuz geführt werden. Eine Unfallstation wird auch am Bahnhof eingerichtet. Ende September werden vom militärischen Sanitätsdienst circa zehn Schulen ganz oder teilweise belegt. Somit stehen im Dezember insgesamt 1400 Betten zur Verfügung. Während des Krieges kommen neue Einrichtungen hinzu: Eine Station für tuberkulosekranke Soldaten mit 800 Betten, die ein Jahr später an die Amerikaner übergeben wird und das Divisionsgebäude. Von August 1914 bis Juni 1919 werden fast 30.000 Soldaten in Châteauroux medizinisch versorgt. Die kleineren Sanitätseinheiten behandeln vornehmlich Rekonvaleszente und Kranke. Die bedeutenderen Einrichtungen nehmen Verwundete auf, da sie über eine chirurgische Abteilung sowie Röntgengeräte zur Lokalisierung von Projektilen verfügen. Übrigens kommt im August 1915 Marie Curie nach Châteauroux, um Röntgenassistenten auszubilden. Den Lazaretten stehen Ärzte aus den Reihen der Reservisten zur Verfügung, die von Militärsanitätern unterstützt werden. Die tägliche Pflege wird von Ordensschwestern, von diplomierten Krankenschwestern (ausgebildet vom Roten Kreuz) sowie von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern geleistet.

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