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Die Mobilmachung


In Châteauroux als Garnisonsstadt treffen die Reservisten zur Auffüllung der Regimenter der Stadt ein. Am 2. August kommt Leutnant Marcel Carpentier in Châteauroux an. Die Kompanien werden in den verfügbaren Quartieren der Stadt untergebracht. Er berichtet: „Die Kompanie ist in einer alten Kapelle einquartiert. Ständig kommen Reservisten an. Sie scheinen sich über das Wiedersehen zu freuen ...“ Am 5. August: „Unser Major richtet eine kurze Ansprache an uns, die unter den Männern unbändige Begeisterung auslöst. Am Abend ist Abmarsch. Mein Bataillon durchquert die Stadt unter begeisterten Zurufen. Wir bahnen uns mit Mühe einen Weg durch die Menschenmenge. Man wirft uns Blumen zu. Die Frauen werfen uns Handküsse zu. Wie stolz sind wir in dem Moment, Soldaten zu sein!“ Alle Männer im wehrfähigen Alter befolgen die Vorschriften ihres Wehrpasses. Die Einberufungsjahrgänge 1893 bis 1910 werden mobilisiert. Die Einberufungsjahrgänge 1911 bis 1913 sind bereits eingezogen. Nun müssen sich alle nur noch zum Sammelpunkt am Bahnhof begeben. Im Departement Indre beträgt die Zahl der Einberufenen (Einberufungsjahrgänge 1911 bis 1913) 9.000 Mann. Mit den älteren Einberufenen kommen wir auf 70.000 Männer, bezogen auf eine Bevölkerungszahl von 287.000 im Jahr 1911. In Châteauroux sind fast 15.000 Männer einsatzbereit, verteilt auf mehrere Regimenter. Am 2. August ist der erste Tote des Departements zu beklagen, Jean Tauvy, für Frankreich gestorben im Tunnel von Chabenet.

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