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Die Kriegsgefangenen


Von September 1914 an kamen 1.500 deutsche Gefangene in das Departement Indre. Die Offiziere wurden nach Châteauroux gebracht, die einfachen Soldaten in Issoudun kaserniert. Diese Männer erhielten verschiedene Aufgaben: Flussreinigungen, Steinbrucharbeiten, landwirtschaftliche Arbeiten, Fabrikarbeit, Anfertigung von Holzschuhen für französische Soldaten, Erdarbeiten zur Errichtung des Lagers für die Amerikaner. Delegationen aus Neutralen Ländern konnten die deutschen Gefangenen besuchen, und diese Zeugen bestätigten, dass die gefangenen Soldaten gut behandelt wurden. Dennoch waren ein paar Dutzend Todesfälle zu beklagen. Diese Soldaten wurden auf den örtlichen Friedhöfen beigesetzt. Fluchtversuche, Fehlverhalten, Diebstähle zogen Verurteilungen zu Arreststrafen nach sich. Diese deutschen Gefangenen wurden in einem der Türme von Issoudun eingekerkert. Die Arrestbedingungen waren außerordentlich hart. Die Gefangenen schliefen auf dem Boden in winzigen, fast dunklen Zellen. Die Mauern dieser Zellen wurden von ihnen mit Zeichnungen und Graffiti bedeckt, welche bis heute erhalten sind: ergreifende Zeugnisse dieser harten Gefangenschaft.

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