HOME, AKTUELLES, ARCHIV, AUSSTELLUNG, BUCH, LINKS, LITERATUR, VIDEO
Ausblick, Bis heute sichbare Kriegsfolgen: Soldatengräber, Das Gütersloher Kriegswahrzeichen, Das Offiziersgefangenenlager, Die Frauen im Krieg, Die Heimat hilft der Front und auch sich selbst, Die Internierung von Zivilpersonen in Châteauroux, Die Kinder im Krieg, Die Kriegserklärung, Die Kriegsgefangenen, Die Mobilmachung, Die Pflege der verwundeten Soldaten in Châteauroux, Die Präsenz der Amerikaner im Département Indre, Ein Soldat aus Gütersloh: Richard Dopheide, Einquartierung und Ausbildung, Eröffnung, Frauen im Krieg auch abseits der Fronten, Front und Heimat, Kinder im Krieg – kein Kinderspiel, Kriegerdenkmäler in Châterauroux und Umgebung, Öffentliche Führungen, Truppenverpflegung und Verwundetenversorgung


Die Internierung von Zivilpersonen in Châteauroux


Gemäß den 1890 ausgearbeiteten und vor Kriegsausbruch bestätigten Vereinbarungen informiert das Kriegsministerium den Präfekten des Departements Indre, dass das Departement Vorkehrungen zur Aufnahme der als unerwünscht geltenden deutschen und österreich-ungarischen Staatsangehörigen zu treffen hat. Der erste Transport erreicht den Bahnhof von Châteauroux am 8. August 1914. Ende August sind über 3.700 Ausländer auf das Departement Indre verteilt. In Bitray (Châteauroux) werden 1.265 Personen in einem Gebäudekomplex untergebracht. Diese Zivilgefangenen werden ihrem Familienstand und ihrer Nationalität entsprechend aufgeteilt. Am 14. August 1914 besteht dieses Internierungslager aus 42 Prozent Österreichern, 36 Prozent Deutschen, acht Prozent Elsässern, acht Prozent Polen, vier Prozent Ungarn, zwei Prozent Trentinern und Tschechen. Die Aufsicht obliegt einem Unteroffizier. Das Lager ist von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens geschlossen, und drei bewaffnete Posten versehen die Nachtwache. Dreißig Internierte überwachen abwechselnd den Hof, die Gärten und den Säulengang. Eine Krankenstation mit zwölf Betten wird von einem französischen Arzt versorgt. Für die Kinder gibt es einen Kinderhort und eine Schulklasse. Nach dem Zustrom der ersten Tage sinkt die Anzahl der festgehaltenen Personen des Lagers Bitray im Laufe der 21 Monate seiner Existenz kontinuierlich, und es wird am 2. Juni 1916 geschlossen.

© 2014 Christian Schröter AGD, Impressum, Kontakformular, Datenschutz