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Die Frauen im Krieg


Als Arbeiterinnen, Bäuerinnen oder Krankenschwestern, als Mütter oder Gattinnen von Eingezogenen befinden sich die französischen Frauen mitten im Krieg. Ab 1915 engagieren sie sich – aus Patriotismus oder finanziellen Gründen – intensiv für die Sache des nationalen Krieges. Während die Bäuerinnen mit Mühe ihre Höfe bewirtschaften, werden andere Frauen aus einfachen Schichten von Firmen zur Herstellung von Waffen, Munition et cetera für die Landesverteidigung eingestellt. Die Mehrzahl der Frauen arbeitet jedoch im traditionellen Bereich der Textil- und Bekleidungsindustrie, sei es in Werkstätten oder zu Hause, und fertigt Uniformteile, Hemden oder auch Verbandmaterial an. Die Frauen aus wohlhabenden Kreisen, die vor dem Krieg vom Roten Kreuz zu Krankenschwestern ausgebildet wurden, arbeiten in den Lazaretten, wo sie auch die freiwilligen Helferinnen anleiten. Andere kümmern sich um die verschiedenen Wohltätigkeitseinrichtungen, um Zivilflüchtlingen, verwundeten Soldaten sowie Gefangenen und bedürftigen Familien zu helfen. Das Hilfswerk der Kriegspatinnen verfolgt das Ziel, die Moral der Frontsoldaten aufrecht zu erhalten. Ab November 1918 bittet man die Frauen, wieder nach Hause zu gehen, um den Kriegsheimkehrern ihren Arbeitsplatz zu überlassen. Die Frauen werden nicht für ihre Mühen im Krieg belohnt, man gesteht ihnen nicht einmal das Wahlrecht zu, das schon vor 1914 von den Frauenrechtlerinnen eingefordert worden war.

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