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Ausblick


Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges war der Krieg in Europa scheinbar erst einmal beendet, aber Frieden war noch lange nicht. Nichts blieb so wie vorher oder wurde wieder wie vorher. Vielvölkerstaaten zerfielen, neue Staaten entstanden, Bürgerkriege kamen, Gebiete wurden abgetreten, Bevölkerungen vertrieben und neuer Hass gesät. Den Siegern gelang es mit ihrem so genannten Versailler Vertag nicht, einen dauerhaften Frieden zu schaffen. Statt Vernunft bestimmte der Hass die Verantwortlichen. Auf den Ersten Weltkrieg folgten in Deutschland das Ende der Monarchie und die erste Demokratie. Die Weimarer Republik stand jedoch „unter einem schlechten Stern“, so dass es dem aufkommenden Nationalsozialismus schließlich 1933 gelang an die Macht zu kommen. Der Zweite Weltkrieg sollte nach dem Willen der Nationalsozialisten das Ergebnis des Ersten korrigieren, führte jedoch Deutschland nach einem „totalen Krieg“ in die totale Katastrophe mit dem Holocaust beziehungsweise der Shoa auch in eine moralische Katastrophe. Der Zweite Weltkrieg ist untrennbar mit dem Ersten Weltkrieg verbunden. Die Spuren sind noch sichtbar und die gegenseitig beigebrachten Wunden werden auf lange Sicht nicht verheilen.

Deutschland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein anderes Land. Die Sichtweise der Bevölkerung auf Patriotismus, Militär und Krieg änderte sich radikal. Die Eindrücke und die Folgen des Zweiten Weltkrieges ließen bei der Bevölkerung sämtliche Ereignisse davor, und damit auch die des Ersten Weltkrieges, verblassen. Die Lehre aus den beiden Weltkriegen lautet in Deutschland, dass Krieg keine Lösung für zwischenstaatliche Probleme ist. Gerade die beiden im Zentrum Europas befindlichen Nationen Deutschland und Frankreich sind in ihrer nunmehr vertrauensvollen Zusammenarbeit die Grundvorrausetzung für ein friedliches Europa. Was die Politik im Großen macht, müssen auch die Menschen im Kleinen schaffen. Die Partnerschaft zwischen den beiden Städten Gütersloh und Châteauroux ist ein Beweis dafür, dass Frieden und Freundschaft möglich sind. Voraussetzung ist aber ein ehrlicher Umgang mit der eigenen Vergangenheit – und zwar auf beiden Seiten.
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